Bahnfahrten..

Januar 1st, 2008

Superbequeme Sitze mit Beinfreiheit bis zum Äquator, aber Platz für Gepäck?

Kaum vorhanden.

Gepäck? Wieso Gepäck? Warum um alles in der Welt sollte ein Mensch auf die Idee kommen, Koffer mitzunehmen, wenn er auf Reisen geht? Leute quälen sich durch nadelöhr-artige Gänge, zerren, hieven, schleppen ihre Gepäckstücke von A nach B, wobei zwischen beiden Orten ein jeglicher freier Raum von den anderen Fahrgästen genutzt wird.

Anscheinend gibt es auch mehr Karten als Plätze, schließlich sitzen Einige in den Fluren oder verbringen die Reise im Bordbistro. Wie kann das gehen??

Service? Immerhin ist der Kaffee heiß!

Bahnfahren bildet wirklich. Man lernt viel über platzsparendes Unterbringen oder Stauraumnutzung. Wundert mich, dass die Bahn noch nicht auf die Idee gekommen ist, dies als Fortbildungsmaßnahme zusätzlich zu berechnen ;)

Für spätere Umzüge ist dies erheblich von Vorteil, kann ich Euch sagen.

Grüße und ein frohes Neues Jahr wünsche ich Euch aus Berlin!

A.

Literatur-Stöckelchen

Dezember 11th, 2007

Aufgelesen bei Ann

Liest Du gerne?
Nein. Solche Schweinereien werden hier nicht veranstaltet! Niemals!

Wenn ja, welches Genre?
Alles. Fast jedes Genre ist für mich lesbar:

Belletristik, Thriller, Philosophisches, Reiseberichte, Historisches, Biographien, Bildbände..

Soll ich nicht lieber schreiben, was nicht unter dem Tannenbaum liegen sollte?

Dein letztes Buch hieß wie?
“Ich bin kein Berliner”, Wladimir Kaminer.

Würdest Du es weiterempfehlen?
Jederzeit.
Aber jeder Mensch sollte über den freien Willen verfügen, seine Bücher auch ohne meine Empfehlungen zu kaufen.

Warum hast Du Dir genau dieses Buch zugelegt?
Warum genau?
Das hatte sicher etwas mit der Mondstellung zu tun, dem Einfall der Sonnenstrahlen zum Kaufzeitpunkt und meiner Laune.
Oder nur mit Letzterem. Oder weil mich das Buch interessiert hat. Soll es ja auch geben, habe ich mal gehört.

Welches war das miserabelste Buch, dass Du je in der Hand hattest?
Ich führe keine Liste darüber, welches das schlimmste Buch aller Zeiten war. Die schlimmen Bücher werden weggelegt und schlichtweg vergessen.

Bist Du ein Bücherquäler? Entsorgst Du z.B. die Schutzumschläge, machst Eselsohren oder besudelst die Seiten?
Ja, bin ich!
Ich sperre sie in Käfige und geben ihnen weder zu essen noch zu trinken. Hoffentlich liest das jetzt kein Buchschützer.

Was machst Du mit den Büchern, wenn Du sie gelesen hast?
Ein schönes Feuerchen.
Das wärmt ungemein.
In seltenen Momenten stelle ich auch das eine oder andere Buch ins Regal. Aber PSSST!

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Auch ne Möglichkeit, Bücher loszuwerden, stimmt.

A.

Was passiert, wenn..

Dezember 7th, 2007

 

Ganz normaler Alltag.

Wenn ich einmal einkaufen gehe, habe ich das besondere Vergnügen und Glück, genau die Dinge zu brauchen, die die Mehrzahl der Bevölkerung für unnötig empfindet.

Heute: Blumenerde.

Ich gebe zu, es ist außergewöhnlich, kurz vor Weihnachten im Geschäft nach Blumenerde zu fragen. Schließlich ist es äußerst schwierig, diese unter den Tannenbaum zu legen, sofern man ihn nicht einpflanzen will.

Das Problem war nur folgendes: Nikolausi brachte dem Töchterlein ein Pflanzen-Experimentier-Set.

Verschiedene Versuche sollen erläutern, wie Pflanzen wachsen, was sie dazu brauchen und was sie alles können. Schöne Sache, fand Nikolausi. Wir auch. Dummerweise enthielt ausgerechnet diseses Set keine Blumenerde. Ist ja klar, sowas hat man schließlich immer im Haus oder kann es schnell irgendwo besorgen.

Gedacht, getan. Der Supermarkt um die Ecke hat ganzjährig immer alles. Zumindest trifft dies aus Weihnachts- oder Osterartikel zu, die man schon Monate im Voraus dort bekommt.

Blumenerde haben sie auch.

Zwar bewahren sie die Pflanzenartikel in einem Unterstand draußen auf, aber es ist alles da. Natürlich hatten war der Unterstand abgeschlossen. Den Schüssel? Den hat der Chef. Natürlich im Büro, wo sonst.

10 Minuten vergingen bei der Suche nach dem Schlüssel. 10 weitere, bis die meterlange Kette von den Türen der Behausung entfernt war. Weitere ca. 10 Minuten verbrauchte die Verkäuferin höchst motiviert, um sämtliche, unnütz im Weg herum stehenden Artikel mit einem Schwerlastwegschiebdingens zur Seite zu schieben.

Das alles bei Sturm und strömendem Regen.

Noch einmal 5 Minuten brauchte sie, um die richtige Erde zu finden, die ich im Geschäft vorab bezahlt hatte (damit es schneller ging).

Liebe Verkäuferin, falls Sie das lesen: Dankeschön!

Die 200 Gramm Blumenerde, die das Pflanzenexperiment gebraucht hat, sind wunderbar angelegt.

In Kresse.

A.

Werbegeschenk

November 23rd, 2007

Wieso, frage ich mich, bekomme ich einen Brieföffner als Werbegeschenk, der sorgsam IN einem Briefumschlag verschickt wurde?

Schon mal darüber nachgedacht?

Wie komme ich jetzt nur an den Öffner dran, ohne den Brief von Hand öffnen zu müssen?

A.

Fragile Gefühle

November 12th, 2007

Was ist Liebe?
Ist es das Flattern der Hände vor dem ersten Date?
Ist Liebe das Gefühl des ersten Kusses?
Definitiv Nein.

Wie kann ein Mensch felsenfest behaupten, einen anderen zu lieben?
Wo kommt es überhaupt her, dieses Gefühl?

Müsste ich mich auf eine geographische Lage beziehen, lägen die Gefühle wohl im Oberbauch. Der Bereich rund um das Herz also.
Verbindet man deswegen Gefühle so gerne mit dem Herzen?

Ich stelle mir vor, ich müsste etwas konstruieren, das Mensch heißt.
Der Prototyp würde autonom arbeiten, besäße Fähigkeiten wie laufen, sprechen, agieren und reagieren und könnte denken.
Soweit ist alles ausgereift.
Ich habe sogar daran gedacht, die Arterhaltung voranzubringen:
Zwei Modelltypen namens “Mann” und “Frau” werden dafür sorgen.
Nur..wie soll das klappen?

Den Cocktail, den die beiden bekommen, nenne ich Hormone.
Hormone sind äußerst praktisch, kann man sie doch für überschwängliche Gefühle aller Facetten verantwortlich machen.
Sind jetzt also die Hormone ein Synonym für Liebe oder steckt noch etwas anderes dahinter?

Das Gefühl, den anderen zu brauchen, ist es nicht in Wirklichkeit getarnter Egoismus, der zur gegenseitigen Bedürfnisbefriedigung dient?
Was ist also Liebe?

Gibt es die reine Liebe, die bedingungslos für sich selbst steht?
Findet nicht immer irgendwie ein Abhängigkeitsverhältnis statt, bei dem mal der eine, mal der andere der Beteiligten zu kurz kommt?
Wie viel Selbst muss man dabei aufgeben, um wirklich zu lieben?
Eine der üblichen Ängste ist der Verlust der eigenen Persönlichkeit.
Im Idealfall kann der Partner Seiten aufdecken, die bisher unentdeckt bleiben und als positiv wahrgenommen werden.
Spricht man dann von Liebe?

Andererseits wird und wurde so viel darüber geschrieben, dass einfach etwas wahres dran sein muss, nicht wahr?
Man könnte es aber auch mit Außerirdischen vergleichen.
Leute, die Ufos gesehen haben wollen, gab und gibt es überall und zu jeder Zeit.
Beweist dies auch die Existenz von Ufos?

Ich finde, jeder sollte seinen eigenen Bezug zu dem Thema finden.

Meinen Standpunkt verraten will ich euch hier nicht, wäre ja auch zu einfach.

A.

Kunst oder nicht Kunst?

November 11th, 2007

Meine Tochter nach dem Besuch einer Kunst-Ausstellung: “Weißt du, diese Kunst da..das waren doch nichts als bunte Farbkleckse. Können die noch nicht richtig malen? Richtige Künstlerei, meine ich?”

A.

Gedanken über der Zeit

November 9th, 2007

Paul Fleming (1609-1640)

 

Ihr lebet in der Zeit und kennt doch keine Zeit;
so wisst, ihr Menschen, nicht von und in was ihr seid.


Dies wisst ihr, dass ihr seid in einer Zeit geboren
und dass ihr werdet auch in einer Zeit verloren.


Was aber war die Zeit, die euch in sich gebracht?
Und was wird diese sein, die euch zu nichts mehr macht?


Die Zeit ist was und nichts, der Mensch in gleichem Falle,
doch was dasselbe was und nichts sei, zweifeln alle.


Die Zeit, die stirbt in sich und zeugt sich auch aus sich.
Dies kömmt aus mir und dir, von dem du bist und ich.


Der Mensch ist in der Zeit; sie ist in ihm ingleichen,
doch aber muss der Mensch, wenn sie noch bleibet, weichen.


Die Zeit ist, was ihr seid, und ihr seid, was die Zeit,
nur dass ihr wenger noch, als was die Zeit ist, seid.


Ach dass doch jene Zeit, die ohne Zeit ist, käme
und uns aus dieser Zeit in ihre Zeiten nähme,


und aus uns selbsten uns, dass wir gleich könnten sein,
wie der itzt jener Zeit, die keine Zeit geht ein!

A.

Kleine Einkaufswagen-Psychologie

Oktober 24th, 2007

Du gehst einfach nur einkaufen, denkst du?

Irrtum! Du verrätst dabei mehr, als dir lieb sein wird.

Kleine Beispiele gefällig?

Ein Ehepaar älteren Jahrgangs. Er schiebt, sie hat einen großen Einkaufszettel in der einen Hand, den Stift zum Abhaken in der anderen. Sie dirigiert ihn durch die Regalgänge und befiehlt, welche Produkte er wie oft in den Wagen legen soll. Was meinst du, wer zuhause die Hosen anhat? Sicher nicht der Mann! Gekauft wird übrigens Waschpulver, lange Unterhosen (hey, schließlich wird es bald Winter), Damenstrumpfhosen (die kann man immer brauchen) aus dem Angebot, ein großer Sack Kartoffeln (die kommen in den Keller und halten ja lange), und alles, was sich bevorraten lässt, diese Woche besonders günstig ist und außerdem praktisch. Bei Deko-Artikeln würdest du sie lange suchen müssen, “das braucht man nicht”. Zuhause schneiden sie Zahnpastatuben auf, flicken Socken (wer das von beiden macht, bin ich noch unschlüssig ;) ) und finden für Verbrauchtes häufig noch eine zweite Verwendung.

Gehen wir zwei Regale weiter und sehen eine junge Frau. In ihrem Einkaufswagen liegen Tofu neben Bio-Obst, Vollkornbrot (oder wahlweise Vollkorn, das dann liebevoll selbst gemahlen wird). Man kann davon ausgehen, dass diese Frau gleich noch ihren Fair-Trade-Kaffee kauft und einen großen Bogen um jede Metzgerei macht. Wahrscheinlich geht sie häufiger zu Fuß oder fährt Rad, ist recht kreativ, strickt, häkelt und näht.

Gerade schlendert ein wohlbeleibter Mann vorbei, in dessen Wagen sich die Chipstüten stapeln. Unten im Wagen stehen zwei Kästen Bier. Heute Abend kommen die Kumpels und schauen das Spiel der Lieblingsmannschaft auf dem Fernseher an, oder?

Oder hier, eine füllige, ältere Dame. Pralinchen, Schokolade und ein ansehnliches Stück Torte versammeln sich bei ihr. Wenn sie nicht schon Diabetikerin ist, wird sie es sicher bald werden. Ein Päckelchen Sahne in den Wagen gelegt, vom Metzger ein handliches Stück Leberwurst und den Fleischkäse zum Mitnehmen, denn zu viel süß ist ja ungesund. Der Hausarzt freut sich über die Blutwerte. “Awa Herr Dokder, ich hann doch faschd nix gess! Nur een Stiggelsche Schogglaad! “. Wers glaubt! Gerne benutzt genau die Sorte Mensch Verniedlichungen, schon aufgefallen? Greift diese Dame bei den Tierfutterprodukten zu, hat sie eine oder mehrere Katzen zuhause, die nur das Beste bekommen werden (und denen man dies auch ansieht).

Für heute ist der Einkauf beendet. Falls du dich das nächste Mal an der Kasse beobachtet fühlen solltest..Es hat seinen Grund ;)

Und was liegt in deinem Einkaufswagen?

Sehr passend auch diese Kolumne hier ;)

A.

Stöckchen

Oktober 19th, 2007

Weil meine allerliebste Ann mich drum gebeten hat:

Ein Stöckchen..

Ich lese … zur Zeit (außer hier) nichts-auch das soll es geben ;-)

Ich trage … Esprit-Jeans (ist das Werbung? Nee, oder?), wie so oft. Bißchen zu gross geworden :)

Ich habe …den Kopf voll mit tausend Dingen, die ich unbedingt noch erledigen muss und nicht vergessen will..zum Beispiel Ann schreiben ;)

Ich höre…Baustellenlärm. Es lebe der Aufschwung *grummel*

Ich trinke.. Kakao (weil mir kalt ist)

Ich esse … momentan Obst

Ich stehe …wo? oder.. auf? Oder was soll da rein?

Ich gehe …ungern einkaufen.

Ich lache … gerne, wer nicht?

Ich sehe …einen typisch deutschen Schreibtisch, Riesen-Monitor, Telefon, Handy..

Ich mag …ja…genau DAS schreibe ich heute nicht*g*

Ich schreibe … viel zu selten in meinem Blog, hab ich mir sagen lassen.

Ich weiß,…dass ich nichts weiß -ich denke manchmal ein bisschen viel ;)

Ich möchte…nein, das kann ich hier nicht rein schreiben- Schweigepflicht..

(Fragebogen gefunden bei der Kaltmamsell..und bei Ann *g*)

A.

Wieso, weshalb, warum?

Oktober 18th, 2007

Wie kann man etwas beschreiben, das eigentlich unbeschreiblich ist?

Wer versteht den Menschen an sich in all seinen Facetten?

Wer legt fest, was normal, grenzwertig oder völlig außer der Norm ist?

Wo setzt man die Grenzen zwischen den beiden Schubladen “normal” und “nicht normal”, und welche dieser Schubladen ist die bessere für jeden einzelnen?

Was erwirbt man sich im Laufe seines Lebens, was bringt man mit auf die Welt? Kann man Geist anerziehen?

A.