Wer den Cent nicht ehrt..

August 11th, 2009

Seit der Geburt meiner Tochter wandern die Cents aus meinem Geldbeutel ohne Umwege in ihre Sparkasse. Unglaublich, was da zusammenkommt und doch in der Haushaltskasse so gar nicht schmerzt. Das einzige Problem besteht in der Verwandlung des Hartgelds in schwarze Zahlen auf dem Sparbuch. Entgegen anderslautender Gerüchte nämlich mögen die Bänker wohl kein Geld. Sie bevorzugen Transaktionen die weniger anstrengend sind als Münzen zählen, sie zu rollen und entsprechend einzusortieren.

Bis auf eine Ausnahme. Diese Dame mochte den Umgang mit den Münzen so gerne, dass sie mir in den letzten Jahren keine Papiere gab, um das Geld selbst zu rollen. Nein, das mache sie selber, wenns recht ist. Kein Problem für uns, wenn damit der berufliche Alltag der Angestellten bereichert wird.

Nun aber hat die Dame die Filiale gewechselt. Statt dessen steht ein blutjunger Bankier hinter der Glasscheibe, dessen Augen immer größer werden, je mehr Münzen wir in die Schublade legen. 4,8 Kilo zeigte schließlich zuhause die Küchenwaage, das summiert sich ;-)

Das Ergebnis:

Für ca. 30 Minuten waren zwei eilig gerufene Azubis und der nun etwas in Hektik geratene junge Mann sehr intensiv mit Geld-Zählen beschäftigt und meine schwarze Seele lachte vor Genugtuung, der restliche Betrieb kam fast zum Erliegen und selbst der Filialleiter mußte zwischenzeitlich sein Büro verlassen.  Die Papiere, um unsere Münzen rollen zu können warf man uns fast nach und ich hatte beinahe das Gefühl, sie waren froh als wir wieder gingen.  Ob sich aber deswegen an unserem Sparverhalten etwas ändern wird? :-D

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